Jordanien verbindet auf engem Raum Wüste, Gebirge, antike Städte und das Rote Meer. Auf einer gut geplanten Jordanien Rundreise erlebst du Geschichte, Natur und traditionelle Beduinenkultur in nur wenigen Tagen.
Deine Route kann in Amman beginnen und nach Norden zu den römischen Ruinen von Jerash führen. Danach geht es über das Tote Meer und die Felsenstadt Petra bis in das Wadi Rum. Den Abschluss bildet Aqaba mit seiner Küste am Roten Meer.
Jordanien ist mehr als ein Ziel für Kulturreisen. Du durchquerst das Jordantal, entdeckst Hochlandregionen und schläfst vielleicht unter dem Sternenhimmel der Wüste. Je nach Zeit lässt sich die Reise flexibel anpassen. Für eine erste Tour sind sieben bis zehn Tage sinnvoll.
In den folgenden Abschnitten erhältst du Orientierung zu Reisezeit, Fahrzeiten, Mietwagen und Unterkünften. Auch Eintrittskarten, passende Kleidung und kulturelle Gepflogenheiten spielen bei der Vorbereitung eine wichtige Rolle.
Jordanien Rundreise: Route und beste Reisezeit planen
Eine gute Jordanien Rundreise verbindet historische Orte, Wüstenlandschaften und das Rote Meer. Für sieben bis zehn Tage eignet sich eine Route von Amman in Richtung Süden. Plane genügend Zeit für Fahrten, Pausen und spontane Fotostopps ein.
Die ideale Reiseroute durch Jordanien
Starte in Amman. An den ersten beiden Tagen besichtigst du die Zitadelle, das Römische Theater und die lebhafte Innenstadt. In kleinen Restaurants lernst du jordanische Küche mit Mansaf, Falafel und frischem Hummus kennen.
Ein Tagesausflug führt dich nach Jerash und Ajloun. In Jerash erwarten dich gut erhaltene römische Ruinen. Die Burg Ajloun liegt in einer grünen Hügellandschaft im Norden. Danach geht es weiter nach Madaba und zum Berg Nebo. In Madaba siehst du die berühmte Mosaikkarte. Vom Berg Nebo reicht der Blick über das Jordantal bei klarer Sicht bis nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete.
Am Toten Meer kannst du baden, entspannen oder eine Wellnesspause einlegen. Der Küstenstreifen liegt am tiefsten frei zugänglichen Landpunkt der Erde. Für Naturerlebnisse bieten sich Dana oder Wadi Mujib an. Ob Wanderungen möglich sind, hängt von Wetter und Jahreszeit ab.
Petra verdient mindestens einen vollen Tag. Wenn du die Felsenstadt ohne Zeitdruck erkunden möchtest, planst du zwei Tage ein. Im Wadi Rum folgen eine Jeep-Tour, der Sonnenuntergang und eine Übernachtung im Wüstencamp.
- Tag 1–2: Amman mit Zitadelle, Römischem Theater und Altstadt
- Tag 2 oder 3: Jerash und Ajloun als Tagesausflug
- Tag 3: Madaba und Berg Nebo
- Tag 3–4: Totes Meer mit Bade- oder Wellnesstag
- Tag 4–5: Dana oder Wadi Mujib
- Tag 5–6: Petra mit einem oder zwei Besichtigungstagen
- Tag 7: Wadi Rum mit Wüstencamp
- Tag 8–10: Aqaba oder Rückfahrt zum Queen Alia International Airport
Petra und Wadi Rum müssen nicht in dieser Reihenfolge besucht werden. Deine Flugzeiten, die Abholung des Mietwagens und der gewünschte Badeaufenthalt bestimmen den passenden Ablauf. Eine Kulturroute verbindet Amman, Jerash, Madaba, Petra und Wadi Rum. Eine Naturroute setzt Schwerpunkte bei Dana, Wadi Mujib, Wadi Rum und dem Roten Meer. Für mehr Erholung eignen sich längere Aufenthalte am Toten Meer oder in Aqaba.
Jordanien im Frühling, Herbst und Winter bereisen
Frühling und Herbst gelten als angenehme Reisezeiten für Jordanien. Die Temperaturen sind meist gut für Stadtbesichtigungen und Wanderungen. Im Herbst bleibt das Rote Meer oft lange warm.
Der Winter bringt milde Tage im Süden, kann in Amman und den Hochlagen aber kühl werden. Schnee und Regen sind in höheren Regionen möglich. Im Sommer herrscht in Petra, Wadi Rum und Amman oft starke Hitze. Plane Besichtigungen für den frühen Morgen und schütze dich vor der Sonne.
Mietwagen, Fahrzeiten und Verkehrsregeln
Mit einem Mietwagen erreichst du abgelegene Aussichtspunkte und Naturgebiete flexibel. Fahre defensiv und rechne mit wechselnden Straßenverhältnissen. Im Stadtverkehr von Amman brauchst du Geduld. Achte auf Geschwindigkeitsbegrenzungen, Sicherheitsgurte und lokale Beschilderung.
Entfernungen wirken auf der Karte oft kurz. Gebirgige Straßen, Staus, Fotostopps und Pausen verlängern die tatsächliche Fahrzeit. Plane für längere Strecken großzügige Zeitreserven ein. Prüfe vor der Abfahrt Tankstellen, Navigationsdaten und die Bedingungen deiner Mietwagenversicherung.
Unterkünfte und Reisedauer sinnvoll auswählen
Für sieben Tage konzentrierst du dich auf Amman, Petra und Wadi Rum. Bei zehn Tagen bleibt Raum für Dana, das Tote Meer oder Aqaba. Wähle Unterkünfte nahe den Sehenswürdigkeiten, wenn du frühe Besichtigungen planst.
In Amman findest du Stadthotels und kleine Gästehäuser. Am Toten Meer stehen Resorts mit privaten Strandbereichen zur Auswahl. In Petra erleichtert eine Unterkunft nahe Wadi Musa den Besuch. Im Wadi Rum übernachtest du in einem Beduinencamp.
Der Jordan Pass kann Kosten und organisatorischen Aufwand senken, besonders bei einem Besuch von Petra. Vor dem Kauf prüfst du aktuelle Preise, enthaltene Leistungen und die geltenden Visabedingungen.
Von Amman über Petra bis zum Wadi Rum: Jordaniens wichtigste Sehenswürdigkeiten
Eine Jordanien-Rundreise führt dich durch lebendige Städte, antike Ruinen und weite Wüsten. Amman eignet sich als moderner Startpunkt. Von dort erreichst du wichtige Sehenswürdigkeiten im Norden und Süden des Landes.
Amman und die historische Stadt Jerash entdecken
Amman verbindet belebte Einkaufsstraßen, Cafés, traditionelle Märkte und historische Bauwerke. Auf dem Zitadellenhügel siehst du den Herkulestempel, die Reste des Umayyadenpalastes und das Archäologische Museum. Von oben reicht der Blick über die dicht bebauten Hügel der Hauptstadt.
Das Römische Theater liegt nahe der historischen Innenstadt. Die Anlage wird dem römischen und nabatäischen Zeitraum zugeordnet. In der Altstadt findest du Gewürzläden, Süßwarengeschäfte und kleine Restaurants. Mansaf, Falafel, Hummus und Maqluba geben dir einen direkten Zugang zur jordanischen Küche.
Nördlich von Amman liegt Jerash, eine der am besten erhaltenen römischen Städte im Nahen Osten. Zwischen Säulenstraßen, Tempeln und Theatern wirkt die antike Stadt weitläufig. Die Oval Plaza, das Hadrianstor, der Artemistempel und der Zeustempel zählen zu den markanten Bauwerken. Ein Tagesausflug lässt sich mit der Burg Ajloun verbinden. Sie stammt aus der Zeit Saladins und liegt in einer grünen, hügeligen Landschaft.
Für Jerash und Ajloun brauchst du festes Schuhwerk. Viele Wege sind uneben und bieten wenig Schatten. Sonnenschutz und ausreichend Wasser machen die Besichtigung angenehmer.
Petra, die Felsenstadt der Nabatäer
Petra gehört zu den bekanntesten Zielen jeder Jordanien-Rundreise. Der Zugang führt durch den engen Siq. Am Ende erscheint das Schatzhaus, das direkt in den rosafarbenen Fels gehauen wurde. Hinter dem Bauwerk liegen Säulenstraßen, Gräber, Tempel und Aussichtspunkte.
Für Petra solltest du mehrere Stunden einplanen. Ein früher Start schützt dich vor großer Hitze und bringt ruhige Momente am Schatzhaus. Bequeme Schuhe sind wichtig, weil der Weg über Fels und Sand führt. Der Aufstieg zum Kloster verlangt Ausdauer, belohnt dich aber mit einem weiten Blick über die Berglandschaft.
Im Wadi Rum durch die jordanische Wüste
Das Wadi Rum wirkt wie eine Landschaft aus rotem Sand, dunklen Felsen und hohen Tafelbergen. Beduinische Führer zeigen dir Felsbrücken, alte Inschriften und enge Schluchten. Eine Jeep-Tour eignet sich für einen ersten Überblick.
Bei einer Übernachtung im Beduinencamp erlebst du den klaren Sternenhimmel der Wüste. Viele Camps bieten Zelte mit einfachem Komfort und traditionelle Gerichte. Eine kurze Wanderung oder eine Fahrt auf einem Kamel ergänzt das Wüstenprogramm.
Das Tote Meer und die Küste des Roten Meeres
Am Toten Meer schwebst du wegen des hohen Salzgehalts auf der Wasseroberfläche. Vermeide Rasieren und kleine Hautverletzungen vor dem Bad, da das Wasser stark brennen kann. Nach dem Schwimmen lässt du die Haut mit Süßwasser abspülen.
Akaba liegt am Roten Meer und bietet einen klaren Kontrast zur Wüste. Beim Schnorcheln oder Tauchen entdeckst du Korallenriffe und farbenreiche Fische. Die Uferpromenade, Restaurants und warmen Abende machen die Stadt zu einem passenden Reiseabschnitt nach Petra und Wadi Rum.
Gebirge, Kultur und praktische Reisetipps für Jordanien
Jordaniens Gebirge prägen jede Rundreise. Das Hochland um Amman, die Berge bei Petra, das Dana-Biosphärenreservat und die Schluchten des Wadi Mujib bieten starke Kontraste. Im Dana-Reservat wanderst du von kühlen Hochplateaus in trockene Täler. Prüfe vorab Route, Saison, Wasserbedarf und Wetter. Im Wadi Mujib können Wege nach Regen oder außerhalb der Saison geschlossen sein.
Für jede Wanderung brauchst du feste Schuhe, Sonnenschutz, Trinkwasser, eine leichte Regen- oder Wärmeschicht und ein geladenes Mobiltelefon. Teile deine Route in abgelegenen Gebieten mit deiner Unterkunft oder einem lokalen Guide. Jordanien ist überwiegend muslimisch. Bedecke Schultern und Knie besonders in Moscheen, Dörfern und ländlichen Regionen. In Moscheen ziehst du die Schuhe aus. Frage vor Fotos von Menschen, Kindern, Beduinen oder Sicherheitskräften nach Erlaubnis.
Offene Freundlichkeit, Geduld und Respekt erleichtern dir den Kontakt. Ein angemessenes Trinkgeld ist in vielen Situationen üblich. Nutze besser abgefülltes oder zuverlässig gefiltertes Wasser. Der jordanische Dinar ist die Landeswährung. Karten funktionieren meist in Hotels und größeren Restaurants, während Märkte, Fahrer und kleine Geschäfte oft Bargeld bevorzugen. Informiere dich vor der Abreise bei offiziellen Stellen über Visum, Passgültigkeit, Impfempfehlungen und aktuelle Reisehinweise. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport sowie digitale und offline gespeicherte Dokumente sind sinnvoll. Meide Demonstrationen und abgesperrte Bereiche und beachte lokale Anweisungen.
Plane mit offiziellen Informationen, deiner Unterkunft und lokalen Anbietern. Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Straßen, Transport und Wanderwege können sich saisonal ändern. In dein Gepäck gehören Reisepass und Kopien, Bankkarten und Bargeld, Sonnenschutz, Trinkflasche, stabile Schuhe, warme Kleidung für Wüstennächte, leichte bedeckende Kleidung, Reiseapotheke, Offline-Karten und Ladezubehör. So verbindest du antike Geschichte, Wüste, Gebirge, religiöse Traditionen und Badeerlebnisse mit einer flexiblen Jordanien Rundreise.







