Wie plant man eine Rundreise durch Island?

Island Rundreise

Inhaltsangabe

Eine Island Rundreise ist ein besonderes Erlebnis: Geysire, mächtige Wasserfälle, aktive Vulkane, weite Gletscher und im richtigen Moment tanzende Nordlichter. Ob du als Selbstfahrer Island erkundest oder eine geführte Tour buchst, diese Insel bietet dramatische Landschaften und viele Fotomotive.

Dieser Leitfaden zur Island Reiseplanung hilft dir, realistische und sichere Entscheidungen zu treffen. Du erfährst, wie du eine Rundreise Island planen kannst, welche Zeit sich für deinen Island Urlaub eignet und welche Ausrüstung du brauchst.

Die Zielgruppe sind Reisende aus Deutschland: Familien, Paare, aktive Outdoor-Fans und Fotografieinteressierte, besonders Selbstfahrer Island. In den folgenden Abschnitten behandeln wir beste Reisezeit, Routenwahl, Dauer, Transport, Unterkünfte, Budget und Sicherheit.

Erwarte keine schnellen Kilometer: In Island fährt man langsamer, oft wegen Wetter oder Schotterpisten. Die Besiedlung außerhalb Reykjavíks ist dünn, und Tankstellen sind in abgelegenen Regionen rar. Plane daher Entfernungen und Tagesetappen konservativ.

Vor der Abreise prüfe gültigen Reisepass oder Personalausweis für EU-Bürger, schließe eine Auslandskrankenversicherung ab und kläre Mietwagenbuchung samt Versicherung. Buche Unterkünfte früh, besonders in der Hochsaison, und denke an wasserdichte Kleidung, robuste Wanderschuhe und im Winter Eiskrallen.

Für verlässliche Informationen nutze offizielle Stellen wie Road.is für Straßenverhältnisse, Vedur.is für Wetter- und Nordlichtvorhersagen sowie lokale Touristinformationen. Auch etablierte Reiseanbieter und Mietwagenfirmen sind gute Anlaufstellen für deine Island Reiseplanung.

Planung und beste Reisezeit für Ihre Island Rundreise

Bevor Sie mit der Routenplanung beginnen, entscheiden Sie, welche Erlebnisse im Vordergrund stehen. Ihre Wahl beeinflusst die beste Reisezeit Island stark: Suchst du lange Wandertage und Vogelkolonien, ist eine Island Sommerreise ideal. Möchtest du Nordlichter sehen oder Eishöhlen erkunden, ist eine Island Winterreise passender.

Wann ist die beste Zeit für eine Rundreise durch Island?

Die beste Zeit hängt von persönlichen Interessen ab. Juni bis August bietet milde Temperaturen, volle Zugänglichkeit vieler Strecken und die Mitternachtssonne. November bis März ist die klassische Zeit, um Nordlichter sehen zu können und Gletscherhöhlen zu besuchen.

Mai und September sind gute Kompromisse. Du profitierst von weniger Touristen und oft stabilerem Wetter. Buche Unterkünfte und Mietwagen früh, wenn du in den deutschen Schulferien reist.

Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreisen

Die Island Sommerreise bringt lange Tage, offene F-Straßen in der Regel von Mitte Juni bis September und viele Outdoor-Aktivitäten. Dafür sind Beliebtheit und Preise höher. Die Island Winterreise bietet dramatische Schneelandschaften, Eishöhlen und bessere Chancen, Nordlichter sehen zu können.

Im Winter sind Straßen teils gesperrt und Fahrbedingungen schwieriger. Manche Attraktionen sind saisonal geschlossen. Flug- und Unterkunftspreise können außerhalb der Feiertage günstiger sein.

Wetter, Tageslicht und Aktivitäten nach Saison

Island hat ein wechselhaftes maritimes Klima. Regen, starker Wind und plötzliche Temperaturwechsel sind normal. Plane flexible Tagesetappen und packe wind- und regenfeste Kleidung ein.

Im Juni gibt es fast 24 Stunden Tageslicht durch die Mitternachtssonne, was Wandern und Fotografie erleichtert. Im Dezember sind nur wenige Stunden Sonne verfügbar, was die Chancen erhöht, Nordlichter sehen zu können.

  • Sommer: Wandern (Laugavegur, Fimmvörðuháls), Hochlandtouren, Wal- und Vogelbeobachtung, Route 1 meist komplett befahrbar.
  • Winter: Nordlichter, Gletscherwanderungen mit Steigeisen, geführte Eishöhlen in Vatnajökull und Langjökull, Schneemobil-Touren; viele Wanderungen nur mit Guide möglich.

Nutze offizielle Dienste wie vedur.is für Wetter und Nordlicht-Prognosen sowie road.is für Straßenstatus. Für Hinweise zu Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten bietet das Icelandic Tourist Board verlässliche Informationen.

Praktische Empfehlung: Überlege dir Reisedaten nach Schulferien in Deutschland, buche frühzeitig und erwäge Mai oder September für weniger Trubel. Für Inspiration zur Gestaltung flacher Etappen findest du ergänzende Hinweise im Artikel über langsames Reisen per Rad auf dieser Seite.

Routenplanung: Beliebte Reiserouten und Dauer

Deine Routenplanung bestimmt, wie viel du siehst und wie entspannt die Reise wird. Ob du die klassische Ringstraße Island fährst oder dich auf entlegenere Regionen wie die Westfjorde Reise konzentrierst, eine klare Route hilft bei Zeitmanagement, Unterkünften und Aktivitäten.

Ringstraße (Route 1) als klassische Route

Die Ringstraße, rund 1.332 km lang, gilt als Herzstück vieler Rundreisen. Auf der Rundreise Route 1 findest du Highlights wie den Golden Circle mit Þingvellir, Geysir und Gullfoss, die Südküste mit Seljalandsfoss, Skógafoss und Reynisfjara, das Gletschergebiet Skaftafell und die Eislagune Jökulsárlón. Weiter östlich führen Abschnitte in die Ostfjorde und dann nach Nordisland zu Mývatn und Akureyri.

Die Straße ist meist gut ausgebaut. Einzelne Abschnitte sind wetter- und saisonabhängig. Plane Puffer ein, falls Straßensperren oder Schlechtwetter auftreten.

Westfjorde, Nordisland und die Highlands: Alternativen zur Ringstraße

Als Alternative zur Ringstraße bieten die Westfjorde abgelegene Landschaften und eindrucksvolle Klippen wie Látrabjarg sowie den Dynjandi Wasserfall. Eine Westfjorde Reise erfordert mehr Fahrzeit und oft Fährverbindungen.

Nordisland Route führt zu Akureyri, Goðafoss, Mývatn und Húsavík, ideal für Whale Watching. Die Highlands mit Landmannalaugar oder Askja sind nur mit 4×4 erreichbar und öffnen je nach Saison.

Diese Regionen brauchen mehr Zeit und bergen anspruchsvollere Straßen sowie begrenztere Unterkünfte.

Routen für 5, 7, 10 oder 14 Tage – realistische Tagesetappen

  • 5 Tage: Fokus auf Golden Circle und Südküste. Typische Stationen: Reykjavík, Golden Circle, Vík, Skaftafell/Jökulsárlón. Plane kurze Fahrzeiten und einen Puffer für Fotostopps.
  • 7 Tage Island: Schnelldurchlauf der Ringstraße oder ausführlichere Süd- und Ostküste. Empfohlene Übernachtungsorte sind Selfoss, Vík und Höfn.
  • 10 Tage Island: Komfortabler Rundkurs mit Abstechern nach Nord- oder Ostisland. Zeit für Gletscherwanderung oder Bootstour einplanen.
  • 14 Tage Rundreise: Ausreichend Zeit für die komplette Ringstraße plus Westfjorde oder Highlands. Mehr Raum für Wanderungen und Erholungstage.

Tipps zur Kombination von Sehenswürdigkeiten und Ruhezeiten

Halte tägliche Fahrzeiten bei 2–5 Stunden reiner Fahrt. So bleiben Zeit für Wanderungen, Mahlzeiten und Fotostopps. Verteile Highlights über mehrere Tage, statt alles in einen langen Tag zu quetschen.

Baue Puffer für wetterbedingte Änderungen ein. Übernachte in kleinen Orten, um lokales Leben und Thermen wie Seljavallalaug oder Mývatn Nature Baths zu genießen. Für Zeitersparnis nutzt du einen Inlandsflug von Reykjavík nach Akureyri oder planst One-Way-Fahrten.

Praktische Logistik: Beginne meist in Keflavík oder Reykjavík. Bei begrenzter Zeit kombinierst du die Rundreise Route 1 mit organisierten Tagestouren von Anbietern vor Ort. So bleibt Raum für Entspannung und spontane Entdeckungen.

Transport, Unterkünfte und Budget

Bei der Planung deiner Island-Rundreise sind Mobilität, Schlafplatz und Kosten die drei wichtigsten Stellschrauben. Deine Wahl beeinflusst den Alltag unterwegs, die Flexibilität beim Sightseeing und die gesamte Dauer der Reise.

Ein Mietwagen Island gibt dir maximale Freiheit. Du bestimmst Startzeiten und Pausen, kannst Abstecher machen und Fotostopps spontan einlegen. Für Strecken über F-Straßen oder ins Hochland brauchst du ein 4×4-Fahrzeug. Prüfe Versicherungsbedingungen, etwa Sand‑ und Ascheversicherung, und achte auf mögliche Kilometerbegrenzungen.

Eine geführte Tour Island bietet Sicherheit bei schwierigen Bedingungen. Lokale Guides kennen Flussdurchquerungen, Wetterwechsel und sicherste Routen. Du verzichtest auf volle Flexibilität und zahlst für Betreuung und Programme mehr.

Unterkunftsarten:

Unterkünfte Island reichen von Komforthotels bis zu einfachen Hütten. In Reykjavík und größeren Orten findest du eine breite Auswahl an Hotels. Gästehäuser und B&Bs bieten lokale Atmosphäre, oft günstiger als Hotels.

Hütten und Refuges sind praktisch in abgelegenen Regionen. Ausstattung ist oft spartanisch, Reservierung ist ratsam. Camping Island ist beliebt bei Budgetreisenden und Naturfans. Campingplätze sind gut organisiert, wildes Campen ist eingeschränkt und aus Umweltschutzgründen nicht empfohlen.

Airbnb und private Unterkünfte sind eine sinnvolle Alternative in Vororten und Dörfern.

Kostenplanung:

Deine Reisekosten Island hängen stark von Unterkunft und Transport ab. Für eine Budget-Option planst du primär Camping Island und günstiges Selbstversorgen ein. Das reduziert Kosten, kostet aber Komfort.

Mit mittlerem Budget kombinierst du Gästehäuser, vereinzelt Hotels und bezahlte Aktivitäten wie Gletscherwanderungen. Ein gemietetes Fahrzeug, gegebenenfalls 4×4, erhöht die Flexibilität.

Premium-Reisen setzen auf Komforthotels, private Guides und hochwertige Fahrzeuge mit umfassender Versicherung. Zu den Kostentreibern zählen Mietwagen, Treibstoff, Unterkünfte, geführte Aktivitäten und Restaurants.

Praktische Hinweise zu Parken, Straßenverhältnissen und F-Straßen:

Viele Sehenswürdigkeiten bieten kostenfreie Parkplätze. Manche Orte verlangen Parkgebühren oder bitten um Spenden. Wohnmobile müssen lokale Parkregeln beachten.

Nutze Road.is und Vedur.is für aktuelle Straßen- und Wetterinfos. Schotterpisten, einspurige Brücken und wechselnde Fahrzeiten sind Alltag. Tankstopps planst du auf entlegenen Strecken vorab ein.

F-Straßen sind nur mit geeigneten 4×4-Fahrzeugen befahrbar. Flussdurchquerungen kommen vor und verursachen oft Versicherungsausschlüsse. Befahrungsverbote werden streng geahndet. Prüfe Vermieter wie Blue Car Rental oder Europcar sowie lokale Anbieter und vergleiche Versicherungsbedingungen.

  • Packe wetterfeste Kleidung und Ersatzreifen ein.
  • Halte Abstand zu Schafen und passe Geschwindigkeit an.
  • Informiere dich vor Abfahrt über Straßenzustand und Tankstellen.

Aktivitäten, Sehenswürdigkeiten und Sicherheit unterwegs

Auf deiner Rundreise erwarten dich vielfältige Aktivitäten Island bietet. Plane Whale Watching in Húsavík, Gletscherwanderung oder Eiskletterkurse auf Vatnajökull oder Sólheimajökull und geführte Eishöhlen-Touren im Winter. Reiten auf isländischen Pferden, Thermalbäder wie die Blaue Lagune oder Mývatn Nature Baths sowie Super-Jeep- und Schneemobil-Touren runden das Programm ab.

Die Sehenswürdigkeiten Island sind klar verteilt: Golden Circle mit Gullfoss, Geysir Strokkur und Þingvellir, die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, Reynisfjara und die Basaltsäulen, Jökulsárlón und Diamond Beach sowie Dettifoss, Mývatn, Goðafoss, Akureyri, die Snæfellsnes-Halbinsel und in den Westfjorden Dynjandi und Látrabjarg. Ergänze Routentage mit Vogelbeobachtung an Reynisfjara und Látrabjarg für Papageitaucher-Sichtungen.

Sicherheit Island ist zentral: Rechne mit schnellen Wetterumschwüngen, starken Winden und Unterkühlungsgefahr. Meide Flussdurchquerungen, halte Abstand zu Schafen und Wildtieren und fahr defensiv auf Schotter- und einspurigen Straßen. Nutze Road.is und SafeTravel.is, melde abgelegene Touren an und merke dir die Notrufnummer 112.

Geradlinige Planung verbessert deine Erfahrung: Buche riskantere Unternehmungen wie Gletscherwanderung, Eishöhlen oder Hochlandfahrten nur mit zertifizierten Guides von Anbietern wie Arctic Adventures, Gray Line oder Reykjavik Excursions. Packe mehrlagige, wasserdichte Kleidung, gute Wanderschuhe, Stirnlampe, Powerbank und Medikamente ein. Achte auf Leave-no-trace-Verhalten und respektiere empfindliche Moore, Lavafelder und kulturelle Stätten—so bleibt die Insel für alle erhalten und deine Reise sicher und unvergesslich.