Petra liegt im Süden Jordaniens, etwa 240 km von Amman entfernt. Die antike Stadt war einst die Hauptstadt der Nabatäer und beeindruckt durch in Fels gehauene Fassaden und ausgeklügelte Wasserleitungsanlagen.
Als Petra UNESCO-Weltkulturerbe und eines der sieben Weltwunder der Neuzeit verbindet sie natürliche Schluchten mit monumentaler Architektur. Besucher finden hier Relikte aus nabatäischer, römischer und byzantinischer Zeit.
Die Petra Sehenswürdigkeiten sprechen Kulturreisende, Wanderer und Fotografen an. Viele Gäste aus Deutschland planen 1–2 Tage ein, um die Petra Highlights und versteckte Pfade zu entdecken.
Im folgenden Artikelabschnitt stellt der Text den Siq und die Schatzkammer vor, zeigt weitere Fassaden und führt zu abseits gelegenen Zielen wie dem Kloster (Ad-Deir) und Little Petra. Abschließend gibt es praktische Hinweise zu Anreise, Öffnungszeiten, Ticketoptionen und Ausrüstung für die Jordanien Reise.
Was sollte man in Petra sehen?
Petra bietet mehr als ein einzelnes Highlight. Der Weg vom Eingang führt durch dramatische Landschaften und zu einer Fülle historischer Fassaden. Besucher sollten Zeit einplanen, um den Charakter der Anlage zu erfassen und die Hauptattraktionen in Ruhe zu entdecken.
Der Siq wirkt wie ein schmaler Vorhang aus Sandstein, der das Geheimnis der Stadt verbirgt. Diese rund 1–1,2 km lange Schlucht hat bis zu 80 Meter hohe Wände mit farbigen Schichten und Erosionsformen. Entlang des Pfads finden sich nabatäische Wasserkanäle, eingelassene Rinnen und Nischen im Fels, die einst zur Wasserversorgung und für religiöse Rituale dienten.
Die Stimmung im Siq ändert sich je nach Tageszeit. Frühmorgens sind Licht und Ruhe optimal, spätnachmittags entstehen warme Farbtöne. Wer Fotomotive sucht, kann vom Ende der Schlucht die beste Perspektive auf die berühmte Fassade genießen.
Al-Khazneh stellt den fotografischen Höhepunkt vieler Besucher dar. Diese monumentale Fassade im hellen Sandstein ist etwa 30 Meter hoch und zeigt korinthische Elemente, die an hellenistische Vorbilder erinnern. Trotz des Namens war die Schatzkammer Petra wohl kein Lager für Reichtümer, sondern eher ein königliches Mausoleum oder Tempel.
Die Wirkung von Al-Khazneh hängt von Respekt vor dem empfindlichen Sandstein ab. Schonende Betrachtung schützt Verzierungen und Reliefs. Für gute Aufnahmen bieten sich sowohl die Vorplatzebene als auch erhöhte Blickpunkte an.
Im weiteren Gelände öffnen sich zahlreiche Felsfassaden Petra in unterschiedlicher Größe. Neben großen Monumenten wie dem Palastgrab zeigen sich kleinere, weniger bekannte Gräber und Tempelfassaden mit feinen Details. Die Architektur trägt Spuren nabatäischer, hellenistischer und römischer Einflüsse.
Kurzabstecher zu Seitenschluchten bringen Besucher zu überraschenden Ausblicken. Beschilderungen helfen bei der Orientierung. Ein qualifizierter Guide oder ein guter Reiseführer erklärt Inschriften, Nutzung und Bauweise der Bauten und erhöht das Verständnis für diese Petra Hauptattraktionen.
Beste Sehenswürdigkeiten abseits der Hauptattraktionen
Wer Petra über die bekannten Highlights hinaus erkunden möchte, findet abseits der Massen viele lohnende Ziele. Diese Orte bieten Ruhe, Geschichte und beeindruckende Ausblicke. Ein gut geplanter Rundgang ergänzt das Erlebnis und sorgt für tiefe Eindrücke von Nabataea.
Das Kloster
Ad-Deir Petra erhebt sich auf einem Plateau und wirkt monumentaler als viele Fassaden im Tal. Besucher erreichen das Kloster meist über eine längere Treppenpartie. Der Aufstieg lohnt sich wegen der Weite des Blicks und der ruhigen Atmosphäre.
Das Bauwerk wird oft Kloster Petra genannt, weil byzantinische Spuren auf eine spätere Nutzung hindeuten. Wer am späten Nachmittag bleibt, sieht, wie das Licht die rötlichen Sandsteintöne verstärkt.
Römisches Theater und Königsgräber
Das römische Theater ist in den Fels geschlagen und bot einst Platz für Tausende. Es vermittelt das Bild einer lebendigen Stadt in römischer Zeit. Besucher können sich dort gut vorstellen, wie Aufführungen und Versammlungen abliefen.
Die Königsgräber Petra sind an einem Berghang sichtbar und zeigen detaillierte Fassaden. Urnengrab, Korinthisches Grab und Palastgrab zählen zu den wichtigsten Grablegen. Ihre Kammern und Reliefs geben Einblick in nabatäische Bestattungsformen.
Opferplatz und hohe Aussichtspunkte
Der High Place of Sacrifice verlangt einen steilen Anstieg. Der Pfad führt an eingeritzten Treppen und alten Opferstellen vorbei. Oben eröffnen sich Panoramaausblicke über Wadi Musa und das umliegende Gebirge.
Mehrere Petra Aussichtspunkte liegen entlang der Hänge. Diese Plattformen sind ideal für Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangsbilder und für Reisende, die das Tal aus der Distanz betrachten möchten.
Little Petra
Siq al-Barid, bekannt als Little Petra, liegt wenige Kilometer nördlich der Hauptroute. Die Anlage wirkt wie ein ruhiger Vorort mit kleineren Fassaden und Wohnräumen.
Little Petra eignet sich gut als Ergänzung zum Hauptbesuch. Dort sind Freskenreste und enge Schluchten zu sehen. Siq al-Barid bietet eine entspannte Atmosphäre und erleichtert das Verständnis des nabatäischen Alltags außerhalb der großen Monumente.
Praktische Tipps für den Besuch von Petra
Petra liegt bei Wadi Musa in Jordanien; die Petra Anreise erfolgt meist über Amman (Queen Alia International Airport, etwa drei Stunden) oder Aqaba für kürzere Verbindungen. Reisende nutzen Busse, organisierte Touren, Mietwagen oder private Transfers. Vor Ort bieten Taxis und lokale Fahrer bequeme Fahrten bis zum Eingang.
Vor dem Besuch sollten Petra Öffnungszeiten und Petra Tickets geprüft werden, da Zeiten saisonal variieren und die jordanische Behörde Tages‑, Mehrtages‑ und Kombitickets (etwa mit Wadi Rum) anbietet. Frühbuchung lohnt sich; Tourist‑Informationen vor Ort helfen bei aktuellen Preisen und Feiertagsregelungen.
Die beste Reisezeit Petra sind Frühjahr (März–Mai) und Herbst (September–November) wegen angenehmer Temperaturen. Frühaufstehen reduziert Menschenmengen und Hitze; für Fotos sind Morgenstunden und spätes Nachmittagslicht ideal. Ein Tag reicht für die Hauptattraktionen, zwei Tage erlauben entspannte Erkundung und Zeit für Little Petra.
Auf Petra Ausrüstung achten: feste Wanderschuhe, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser gehören ins Gepäck. Respektvolle, bedeckende Kleidung ist kulturell angebracht. Geführte Touren mit lizenzierten Guides bringen Kontext und Zugang zu Nebenwegen; bei Pferde‑ oder Kutschenfahrten sollten seriöse Anbieter gewählt werden. Besucher werden gebeten, Wege nicht zu verlassen, Sandstein nicht zu berühren und Müll zu vermeiden, um den Schutz der Stätte zu unterstützen.







